#leben

dieser post enthält #werbung, mit liebe, leidenschaft, aus vollstem herzen und unbezahlt!

nach vielen unruhigen nächten, habe ich endlich gut geschlafen. und das, obwohl es laut war im haus. denn im haus wurde die nacht zum tag gemacht.

gestern Abend klopfte mehrmals an unserer tür. ja, die klingel funktioniert nicht, mehr als 6 Monate, nachdem der blitz bei uns eingeschlagen hat! also wird munter gegen die tür gehämmert geklopft. ich sass im wohnzimmer mit dem laptop auf dem schoss und habe versucht zu arbeiten. deshalb habe ich, wie ein löwin gebrüllt, „es klopft!“

dann mach halt mal auf!

ich war fassungslos über diesen ton, der mir da entgegen kam. mehrmals wurde ich während der arbeit schon unterbrochen und gefragt, wie man reis mit dem dampfgarer kocht. wo das ist und warum das anders macht. der #heimschläferprinz war ziemlich im stress, denn sein #austauschsohn, der seit heilig abend hier weilt, wollte einen kubanischen abend ausrichten. dazu hatte man eingeladen und mr.right und mich kurz darüber informiert. jetzt kamen die gäste einfach viel zu pünktlich. ein guter gastgeber zu sein, das ist gar nicht so einfach, wie es immer aussieht, war wohl die lessons learn für den #heimschläferprinz. dazu kam die standleitung zur #anderenmutter, die irgendwie versuchte den verzweifelten köchen zu erklären, wie man kubanisch kocht. sie war deutlich entspannter als ich, denn sie saß in miami und nicht, wie ich im chaos!

was riecht da so?

was soll ich sagen? der abend nahm seinen lauf. der Geruch von angebrannten zog sich durch das ganze haus, obwohl die abzugshaube auf höchster stufe versuchte zu retten, was zu retten ist. dass die Brandmelder nicht losgeheult haben, ist wiederum dem blitzschaden zu verdanken. es muss ja auch was gutes haben, wenn die haustechnik nicht funktioniert. der #austauschbruder hat gekocht, und wie. mr.right war binnen sekunden beleidigt als er wahrnahm, dass ihm nichts angeboten wurde und nun das essen schon aufgegessen war. das war ein schock für ihn.

ich immer noch mit laptop auf dem schoß, der verzweiflung nahe, weil nichts klappte, wie es sollte. und es evident war, dass ich digital immigrant war, bin und bleibe. der versuch hier das syltglück logo zu verlinken und zwar auf der seite, endete in einer dauerleitung über facetime zu bettina. und schließlich einem glas prosecco, weil ich den zustand in mir, auf meinem laptop, das die komischen geräusche aus der küche nicht mehr anders ertragen konnte. nicht zu vergessen der beeidigte mr.right, weil man nicht nur ohne ihn gegessen hatte, sondern auch ohne ihn feierte.

dann klopfte es wieder an der tür

und ein weiterer freund kam. und begrüßte uns setze sich zu uns und erzählte. von seinen Eltern, seiner ausbildung und vom leben. es war für ihn das normalste erst einmal mit uns zu reden, sich zu uns zu setzen und den moment zu inhalieren.

gibt es ein schöneres kompliment?

irgendwann entspannte sich die kochende atmosphäre im haus, der tisch war gefüllt und besetzt. ich habe es irgendwie hinbekommen, dass ich impressum und eine datenschutzerklärung wieder fast da hatte, wo ich es wollte. und die musik lief im hintergrund. uns wurde von dessert etwas angeboten und es hat himmlisch nach kuba und sommer geschmeckt. irgendwann war ich betrunken mutig genug in die küche zu gehen und es war einfach schön zu sehen, in welcher selbstverständlichkeit alle an ihrem platz sassen. sonos sei dank, war ich zur djane aufgestiegen und nur selten wurde meine musik einfach überblendet. irgendwann sind mr.right und ich einfach ins bett. glücklich und zufrieden, dass unser haus so lebt.

fast aufgeräumt!

als ich heute morgen die augen geöffnet habe, da musste ich mich in vielerlei hinsicht sortieren. deshalb bin ich irgendwann aufgestanden. als ich in die küche kam, da hatte #lieblingsfranzi schon versucht schadensbegrenzung zu betreiben.

aus dem leben einer digitalen mutter!

ich sass überglücklich in meiner küche, überall hat es geklebt und der geruch des essens lag noch immer in der luft. warum ich glücklich war. ich musste an eine ganz tolle frau denken, in deren küche wir vor mehr als 32 jahren sehr oft mit genau dieser selbstverständlichkeit sassen. und es war toll an ihrem tisch die nächte durchzumachen, vor allem auch, weil es immer einen gefüllten kühlschrank gab. als wir vor ein paar Wochen sassen wir wieder an ihrem tisch. mit ihr zusammen, von anfang an. sie hatte uns gebeten zu kommen, weil sie nicht allein sein wollte. ihr mann war 48h tot und sie wollte es haben, so wie früher. wir in ihrer küche. also sind wir alle hingefahren. und sassen am tisch. und auch, wenn es am anfang komisch war, weil sie eigentlich immer erst spät in der nacht dazu kam, mit ihrem mann, wenn sie selbst nach hause kamen, so war es doch ganz schnell so, wie früher. und genau in diesem moment wusste ich, warum es wichtig ist, dass unser haus immer offen steht und es belebt wird. genau daran musste ich heute morgen in der küche stehend denken. in mir eine tiefe dankbarkeit, dass mr.right oder ich vielleicht auch eines Tages so aufgefangen werden, wenn einer von uns allein zurück bleibt. der gedanke schmerzt so sehr und dennoch wäre es das größte geschenk. für die frau, an deren tisch wir neulich sassen, ist es das größte geschenk.

der #austauschsohn wird morgen wieder nach hause fliegen. und es ist für mich, als ob ich schon wieder einen #lieblingssohn gehen lassen muss. ich hoffe sehr, dass er schon bald wieder nach hause kommt. gäste an unserem tisch bekocht und unser haus belebt…

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