#contadora

dieser post enthält #werbung. mit liebe und leidenschaft und aus vollstem herzen!

der regen trommelt auf das dach.

es ist dunkel, irgendwann in der nacht. die klimaanlage singt ihr lied und mich fröstelt es leicht. das leichte leinenlaken ist kühl und ich habe das verlangen mich in eine daunendecke zu kuscheln. ich lausche den geräuschen der kleinen hütte, drehe mich um und dämmere wieder weg. kurz, nur ganz kurz. als ich wieder zu mir komme, kämpft sich das tageslicht vorsichtig und sacht durch die abgedunkelten fenster. meine nase ist kalt und ich stehe auf, um mir etwas überzuziehen. ich gehe die steile treppe hinunter in den abgedunkelten wohn/essraum. auch hier schleicht sich das beginnende tageslicht in den raum hinein und ich kann nicht widerstehen, die tür zu öffnen und in die feuchtwarme luft hinauszutreten. ich atme tief ein, lächle. atme aus und schliesse die augen und spüre die feuchte, warme luft auf meiner haut.

ich lege mich in die hängematte und inhaliere diesen kostbaren und friedlichen moment.

das leben der insel und seine menschen wachen auch langsam auf. ich kann die tiere immer deutlicher hören, die ebenfalls in den tag starten. und dann ist da das zauberhafte licht, dass die nacht verabschiedet und den tag zum erwachen küsst. ich spüre unendlichliche dankbarkeit in mir, dass ich hier sein darf und freue mich den tag mit dem #leipzigprinz zu verbringen, der mich spontan nach panama begleitet hat.

nach einem 11h flug haben wir eine nacht im hotel verbracht und sind am nächsten tag in richtung marina aufgebrochen, um die fähre nach sabago zu nehmen. unser gepäck, alles in plastiktüten verpackt, um unsere kleidung vor dem wasser zu schützen, verschwand im fußraum des kleinen fischerbootes. und das letzte stück nach contadora haben wir mit einem kleinen inselhopping verbunden.

auf dem weg sind uns auch buckelwale begegnet, die sich von juni bis oktober hier aufhalten. auf contadora war alles sehr leer und friedlich.

ich liege in meiner hängematte, die warme luft wärmt mich und blicke auf die runway, der direkt vor unserer hütte verläuft. kleine flugzeuge landen und starten hier mehrmals täglich und für mich als flieger ist es das größte, dies so hautnah zu beobachten.

wir frühstücken in einer einfachen, kleinen hütte. die bedienung spricht wesentlich besser spanisch als wir, doch mit ihrem lächeln und ihrer gestik können wir ihr verständlich machen, was wir gerne essen und trinken wollen. sie freut sich so sehr, dass wir bei ihr frühstücken und lächelt die ganze zeit über. wie überall in südamerika ticken die uhren anders als in unserem kopf und wir durchleben alle stufen der ungeduld bis wir endlich in der zeit von contadora ankommen. ich inhaliere diesen moment des ankommens und einlassens auf diese frau und ihr tempo. ich begreife in einem augenblick, das mein verständnis von ablauforganisation und bewirten in der gastronomie hier völlig fehl am platz ist. es passt nicht auf diese insel und auch nicht zu dieser frau. es geht hier nicht um effizienz, sondern darum eine gute gastgeberin zu sein und unser frühstück mit liebe und leidenschaft zu bereiten. und so ist sie unheimlich stolz, als sie uns nach gefühlten 3h unser frühstück bringt. und dieses lächeln packe ich mit ein, in meine erinnerung und das gefühl von herzen willkommen zu sein. auch wenn ich ihre sprache nicht spreche und fremd für sie bin.

contadora ist eine ruhige insel mit einsamen stränden. ein altes schiffswrack hat uns in seinen bann gezogen. am horizont wurde es dunkel und wir können den groll des donners hören als wir es entdecken.

in meinem kopf sehe ich viele szenen als es noch als fähre im dienst war und die menschen nach contadora brachte. es ist still am strand, nur der groll des donners und das rauschen der brandung ist zu hören. ich sehe tolles treibholz und überlege, was ich alles damit tun könnte, wenn ich es mitnehmen könnte. der #leipzigprinz schwimmt im wasser ich kann ihn vom strand aus beobachten. ich schließe die augen und bin unendlich dankbar für das sein in diesem moment, an diesem verzauberten ort.

 

nach knapp 24h auf contadora nehmen wir die fähre zurück zum festland. da ist eine mutter mit einem kleinen lebendigen jungen, vielleicht 18 monate alt. es fällt ihr schwer diesen kleinen kerl in der enge der fähre zu beschäftigen. er will alles erkunden und voller vertrauen läuft er trotz der schaukelei der fähre immer wieder los. irgendwann wird es leise. auf ihrem arm ist er eingeschlafen.

zärtlich ruht ihr blick auf seinem gesicht.

ich muss lächeln und tränen steigen mir in die augen bei diesem anblick. neben mir sitzt der #leipzigprinz, ich kann die wärme seines körpers an meiner seite spüren. in mir steigt die erinnerung auf, wie es sich anfühlte, wenn einer meiner prinzen auf mir eingeschlafen ist. ich erinnere mich daran, wie sehr ich versuchte mir diese momente einzuprägen, in der hoffnung das gefühl damit zu konservieren. ich zögere für einen kurzen augenblick meine kamera rauszuholen, um dieses zauberhafte bild zu konservieren, um mir diesen moment einzufangen. die zärtlichkeit des blicks der mutter, das streicheln des Kindes, die liebe in ihrem blick, ihrer mimik und die atmosphäre des augenblicks. ich kann mich nicht bewegen. nicht atmen. in meinem kopf ertönt die musik. und will nicht atmen. einfach nicht atmen.

die mutter lächelt mir zu und ich kämpfe mit den tränen, weil ich dieses gefühl in ihr spüren kann. der #leipzigprinz lächelt mich an und beginnt nach langem schweigen zu reden. er erzählt mir von seinem blick auf die welt. was familie bedeutet. und wie froh er ist uns zu haben. in meiner hand halte ich noch immer die kamera. aber es gibt dinge, die darf man inhalieren. sie sind ein geschenk. ich fühle mich unendlich reich. und lasse die kamera los und ergebe mich diesem innigen moment mit meinem sohn. nicht mehr auf mir liegend und schlafend. aber neben mir sitzend und ganz nah.

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