#amtisch

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wir sitzen am tisch. so wie früher. wir nennen dich immer noch liebevoll j.dieküchensau. irgendwie bist du schon so lange unser freund und wir haben schon richtig viel erlebt. aber anders als man sich das so vorstellt, wenn man das liest.

du bist der patenonkel unserer prinzen. du, das bist nicht nur du, sondern die beste küchenaufräumerin der welt, und die braucht man als küchensau. und einen Sohn habt ihr auch. einen tollen. und neuerdings auch noch einen hund und ein haus.

wir sitzen am tisch, du hast für uns gekocht, den besten wein aus deinem Keller geholt und die küchenaufräumerin hat im hintergrund alles im griff. es ist euer tisch und wir haben das schon jahre nicht mehr gemacht. aber es ist so, als wäre es gestern gewesen, dass wir zum letzten mal am tisch gemeinsam gesessen hätten. deine augen lachen, du bist froh und ein bisschen stolz. deine patensöhne wollten dabei sein, obwohl es ein freitagabend ist. „die küchensau kocht, da komm ich mit!“ einer kam direkt aus luxemburg gefahren und wollte unbedingt dabei sein. das macht dich stolz, dass sie dein essen mögen, deinen wein mit dir trinken, an deinem tisch sitzen und sie mit dir reden wollen. da liegt keine zeit zwischen uns, in der nichts gesagt wurde. du erzählst aus deinem leben, mit der küchenaufräumerin, dem sohn und dem hund, der manchmal nicht hört, so wie gestern. und du erzählst, was dein herzinfarkt dir geschenkt hat. zufriedenheit. mit dem, was du machst und was du hast. und die zeit, die du dir nimmst, um morgens in die kanzlei zu laufen, und die tage, an denen du einfach nicht arbeitest. weil du es dir wert bist. und du erzählst von deinen träumen und den dingen, die du gerne noch tun würdest. und bei allem, was du sagst, wird mir klar, dass du nichts anders tun würdest. nichts. unsere prinzen sitzen am tisch und hören zu. sehr aufmerksam.

du bist ihnen vorbild, freund, kumpel und die küchensau. damals haben sie dich und die küchenaufräumerin ausgesucht, als pateneltern. und mr.right und ich sitzen am tisch und unsere blicke treffen sich. es ist eine kleine zeitreise, in die vergangenheit, weil wir uns alle schon ewig kennen, in die gegenwart, weil wir diesen kostbaren moment inhalieren. und irgendwie auch in die zukunft, weil wir gerne öfter unsere zeit so verbringen möchten. mit menschen, die uns offen empfangen, auch wenn wir eine stunde früher sind als geplant. es ist wie nach hause kommen nach einer langen reise. hier gibt es kein „ihr seid ja nie da“, sondern nur, „wie schön, dass ihr da seid!“. das ist ein verdammt gutes gefühl und davon wollen wir mehr.

uns verbindet viel. lange nächte in den küchen am tisch. viele gespräche mit tiefgang. meinungsverschiedenheiten. dasein in schwierigen situationen. staatsexamen. trauer. hochzeiten. freude über kinder, die in unsere leben gekommen sind. krankheit. und einmal mehr dieser moment am tisch.

und die gewissheit, dass freundschaft nichts mit quantität zu tun hat, sondern der qualität, die man miteinander erlebt.

ach und du bist eine grossartige küchensau! es schmeckt immer gut und das chaos, dass beim kochen entsteht ist durch die küchenaufräumerin eigentlich gar nicht mehr so schlimm…

 

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2 Gedanken zu “#amtisch

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