#loslassen

Das Ende ist ein neuer Anfang, so sagt man.

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In den letzten Jahren gab es viele Enden und damit viele Anfänge. Um genau zu sein, vor 9 Jahren gab es ein Ende. Das Ende meiner 11 jährigen Karriere als Hausfrau  und Mutter. Zurück in die Berufstätigkeit, zurück in eine andere Rolle. Die Zeit war reif dafür! Ein gutes Ende für einen Anschnitt, ein noch besserer Anfang für den Beginn eines neuen Abschnittes.

Dann kam das Ende der Kindheit des #heimschläferprinzen. Mit 16 Jahren ging er für ein Jahr in die USA und mein Kind wich aus meinem Leben. Einfach so. Das Kind kam nie mehr zurück. Darauf war ich nicht wirklich vorbereitet. Ich weiss noch genau, wie es war ihn in Miami zurück zu lassen, um ihn dann Monate später Sonntags im TV zu sehen. Und während ich diesen Beitrag sah, wusste ich Moment eines Augenaufschlages, mein Kind würde nie mehr zurück kommen. Es würde ein Mann sein, der hier wieder einziehen würde. Und so kam es auch.

Der #leipzigprinz blieb. Und wir haben die Zeit gemeinsam genossen. Auch wenn immer einer gefehlt hat. Aber auch er ist in diesem Jahr gewachsen und hat sich in jeder Hinsicht entwickelt. Und auch dieses Kind hat mein Leben verlassen, schleichend, fast unbemerkt. Auch er kam eines Tages als Mann nach Hause.

Das waren viele Enden und neue Anfänge. Jeder für sich gut und passend. Der entschiedenste und einschneidenste Einschnitt war jedoch das Ablegen der Reifepüfung im letzten Sommer. Das war ein Ende für uns als Familie und für meine Prinzen ein neuer Anfang. Jeder fand seinen eigenen, ganz für sich. Der Schritt ins Leben. Das eigene Leben. Irgendwie auch für mich. Unsere Familie hat sich dadurch verändert. Wir sehen uns nicht mehr täglich, der Alltag hat sich verändert.

Mehr als einmal hatte ich mir genau diesen Moment herbei gesehnt. Wenn sie endlich ausziehen und ich nicht mehr soviel Verantwortung tragen muss.  Ich wollte Reisen, Zeit mit mr.right verbringen, unabhängig sein. Ich träumte davon die Waschmaschinen und Trockner nicht mehr im Dauerbetrieb zu haben, die täglichen Mamataxifahrten erschienen mir manchmal unerträglich und endlos.

Und auch mehr als 9 Monate später stehe ich da mit dem neuen Anfang und er fühlt sich oft nicht wirklich gut an. In Wirklichkeit ist es nicht so, wie ich es mir ausgemalt hatte, dass ich jeden Abend ins Theater, ins Kino oder Konzert gehe. Dass ich mich mit Freundinnen treffe. Dass ich jeden Morgen ausschlafen kann und entscheiden kann, was ich will. Nein, so ist es nicht.

Gestern wurde ich gefragt: „Was hält Dich davon ab?“

Ja, was eigentlich?

Manchmal ist aller Anfang schwer. Aber es hat begonnen, das andere Leben 4.0, mit erwachsenen Kindern, viel Zeit und viel Leben. Das Leben nimmt seinen Lauf und ich habe jede Möglichkeit der Gestaltung.

In drei Wochen werde ich mit mr.right in Namibia für 2 Wochen auf Safari gehen. Ohne Listen, wer wann wo wen abholen oder bringen muss. Wir werden in den Lodges in den Sternenhimmel blicken und tagsüber die Tiere beobachten. Wir werden die allermeiste Zeit ohne Netz sein. Das bedeutet Zeit, nur für uns. Auch ein Teil unseres neuen Anfangs. Vielleicht fühlt es sich ja auch wie mittendrin an, wenn wir dort sind.

Ich freue mich unendlich auf den Rhythmus Afrikas und das Lachen der Menschen. Ich freue mich auf die Luft in der Wüste. Ich freue mich auf das Licht. Ich freue mich auf das Loslassen des Alltags, auf unsere grosse Flucht in das Leben. Ich freue mich auf unser Leben 4.0!

Ich werde dort tief einatmen und loslassen.

#lifeisgood!

 

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